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Behr AG - Landwirtschaft seit 1880 - zur Startseite

Sehr geehrter Genussscheinzeichner,

wir informieren Sie über die Geschäftsjahre 2011 und 2012.

Nach dem wir Ihnen Ende 2010 eine sehr positive Nachricht überbringen konnten, wurden wir im Anschluss daran von zwei Heimsuchungen gebeutelt.

Zunächst wurden im Rahmen der turnusgemäßen Körperschaftsteuerprüfung des Finanzamtes unsere Auslandsverluste in den Standorten Rumänien, Polen, Ungarn und Portugal, die sich durch Forderungsabschreibungen auch in der Bilanz der BEHR AG wiederfanden, nahezu vollständig als steuerlich nicht abzugsfähig eingestuft. In Ermangelung eines durchgängigen europäischen Steuerrechts mussten wir deshalb in der Bilanz 2010 rd. 1,3 Mio. EUR zurückstellen.

Noch schwerwiegender war die „aus dem Nichts“ ausgebrochene deutschlandweite EHEC-Krise zum Beginn der Sommersaison im Mai 2011. „Gurken, Tomaten und Salat“ wurden unter den Generalverdacht der Gesundheitsgefahr gestellt. Obwohl wir das zuständige Robert-Koch-Institut davon unterrichteten, dass unsere Salate (durch unabhängige Labore bestätigt) nicht die Verursacher waren, wurden wir in diesen Strudel hineingerissen. Später stellten sich Bio-Sprossen von einem anderen Erzeuger als Quelle heraus. In der Folge der EHEC-Krise konnten wir in den ersten Wochen fast keinen Salat verkaufen und mussten umfangreiche Mengen auf dem Feld vernichten. Wir sind im Nachhinein froh, dass wir das Geschäftsjahr 2011 überleben konnten, wenn auch der Verlust i.H.v. rd. 11,3 Mio. EUR eine schwere Bürde für das Folgejahr wurde.

Das Jahr 2012 stand im Zeichen der finanziellen und betrieblichen Restrukturierung. In diesem Zusammenhang freuen wir uns, dass die Schweizer Finanzierungsgesellschaft Patrimonium gemeinsam mit den Aktionären die Finanzstruktur neu aufbaute und alle wesentlichen Bankverbindlichkeiten ablöste. Dadurch ist die mittelfristige Finanzierung auf neue Beine gestellt worden und unser Unternehmen kann sich wieder störungsfrei entwickeln.

Auch der Gemüsemarkt normalisierte sich 2012 wieder, so dass wir auch operativ wieder Geld verdienen konnten. Durch die Umsetzung nahezu aller Maßnahmen konnte unser Eigenkapital wieder auf rd. 3,1 Mio. EUR zum 31.12.2012 steigen, nach  – 4,2 Mio. EUR per 31.12.2011. Einzelheiten entnehmen Sie bitte den beigefügten Bilanzen. Die vollständigen Jahresabschlussunterlagen mit den uneingeschränkten Bestätigungsvermerken des Wirtschaftsprüfers haben wir im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Im Vertrauen auf diese wirtschaftliche Erholung haben wir die Zinszahlung nicht reduziert und diese Krise fast von Ihnen fernhalten können. Da der Genussschein aber als haftendes Eigenkapital ausgestattet ist, valutiert dieser in der Bilanz zum 31.12.2012 noch mit dem Rückzahlungswert 0. In den nächsten Jahren lebt der Genussschein über die erwarteten und geplanten Gewinne automatisch wieder auf den Nennwert auf.

Den Veränderungen des Gemüsemarktes stellen wir uns mit einer Erweiterung des Gemüsesortimentes. Regionalprogramme sind in aller Munde – auch aus diesem Zusammenhang heraus haben wir jetzt Pak Choi, Radieschen und Feldsalat im Programm. Lassen Sie es sich schmecken!

Mehr über unser wohlschmeckendes Gemüse erfahren Sie auch in unseren Informationsfilmen: „Vom Acker bis zum Tisch“. In diesen Filmen zeigen wir den Weg des Gemüses vom Feld zu Ihnen.

Schauen Sie rein unter http://behr-ag.com/de/unsere-filme.html

 

Bei Fragen rund um die Behr AG rufen Sie uns gerne an oder schreiben uns eine Mail.

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